Unsere erste Reise ins Ausland „nach Corona“ ging in das wunderschöne Slowenien! 🙂
Für viele bislang bestenfalls als Durchreiseland auf dem Weg nach Kroatien bekannt, hat sich Slowenien vom Geheimtipp mittlerweile zum neuen Trendziel in Europa gemausert. Und das völlig zu Recht! Auch wenn das mitteleuropäische Land flächenmäßig relativ klein ist (gerade mal so groß wie Hessen), hat es doch alle möglichen Landschaften zu bieten. In Slowenien ist es möglich sowohl grandiose Bergpanoramen als auch Mittelmeer-Feeling zu genießen – ohne ewig lange Fahrtzeiten dazwischen. Genau diese Abwechslung von Berge, Karst, Meer und Städte hat mich an Slowenien besonders gereizt. 

Facts

  • Reisezeit: September 2021
  • Dauer: 2,5 Wochen (mit Anreise)
  • Kategorie: Auto-Rundreise
  • Organisation: selbstgeplant
  • Region: Triglav Nationalpark, Goriska Brda, Karstgebiet, Adriaküste (Piran) & Ljubljana
  • Anreise/Transportmittel: mit eigenem Auto (Start in Düsseldorf)
  • Unterkünfte:  Mix aus Pensionen & Hotels (Booking.com)
  • Kosten komplett: ca. 3400€ pro Person (bei 2 Personen)
    (Unterkünfte, Tanken/Maut, Verpflegung & Eintritte)

Unsere Rundreise durch Slowenien

  • Sauerlach/Bayern (1 ÜN als Zwischenstop)
  • Ukanc am Bohinj See / Triglav Nationalpark (3 ÜN)
  • Bovec im Soča-Tal / Triglav Nationalpark (4 ÜN)
  • Podsabotin in der Goriksa Brda (1 ÜN)
  • Predjama im Karstgebiet (1 ÜN)
  • Piran an der Adriaküste (4 ÜN)
  • Ljubljana (3 ÜN)
  • Erlangen/Bayern (1 ÜN als Zwischenstop)

Der Triglav Nationalpark in den Julischen Alpen bietet unzählige Wasserfälle, Klammen, Seen und Flüsse umrahmt von hohen Bergen und Wäldern. Am bekanntesten ist hier die türkisblaue Soča, die sich auch ausgezeichnet zum Rafting eignet. Für Wanderer ist das Gebiet ebenfalls ein Paradies. Während das hügelige Weingebiet Goriska Brda an die Toskana erinnert, beeindruckt das Karstgebiet rund um Postojna und Škocjan mit den größten Tropfsteinhöhlen Europas. In Piran könnt ihr ganz Nah an der Grenze zu Italien das „dolce vita“ an der Adria genießen und im Meer baden, auch wenn die slowenische Küste gerade mal 42km lang ist. Wer quirliges Stadtleben, gutes Essen und Kultur sucht, ist in der Hauptstadt Ljubljana bestens aufgehoben. Der perfekte Mix!

Reiseplanung

Wegen der Unsicherheit durch die Corona-Pandemie wollten wir dieses Jahr lieber ein nicht all zu weit entferntes Reiseziel in Europa anpeilen. Slowenien hat das Rennen gewonnen!

In normalen Zeiten wären wir auch mit dem Flugzeug angereist. Ich hatte neben dem Flughafen Ljubljana (zu dem es leider keine Direktflüge aus Düsseldorf gibt), auch schon Zagreb als alternativen Zielflughafen ausgeguckt, dann wäre es wohl eine kombinierte Slowenien-Kroatien-Rundreise geworden. Doch durch die ständigen Änderungen der Corona-Regelungen, plötzliche Flugstreichungen und der Angst davor, sich doch mal im Ausland in Quarantäne begeben zu müssen, sind wir lieber auf unser eigenes Auto umgestiegen. 

Bei der Rundreise haben wir uns auf den Südwesten Sloweniens konzentriert. Im Prinzip ist Slowenien nur so groß wie Hessen und könnte auch komplett in einer Rundreise erkundet werden. Allerdings bevorzuge ich es auch mal mehrere Tage an einem Ort zu sein, um in Ruhe viele der Schönheiten in der Umgebung zu besichtigen oder zu erwandern. Außerdem war ich beruflich schon zweimal in Maribor und konnte bei dieser Gelegenheit die schöne barocke Stadt ein wenig kennenlernen. Wer noch nicht da war, gerne mit einplanen!

Es bieten sich auch kombinierte Rundreisen oder Abstecher in die umliegenden Länder Österreich (u.a. Kärnten), Kroatien (u.a. Istrien) und Italien (Venetien, Südtirol) an. Wir haben von Piran an der slowenischen Adriaküste einen Tagesausflug in die italienische Stadt Triest unternommen, die berühmt für ihren guten Kaffee ist. 

Reiseführer

Zur Vorbereitung habe ich mir den Reiseführer „Slowenien“ aus dem Michael Müller Verlag besorgt- sehr detailliert und informativ! Wenn ihr eine Kombireise plant, empfehle ich euch auch den DuMont Reiseführer „Slowenien & Istrien“.

 

Natürlich haben mir auch das Stöbern durch verschiedene Reiseblogs und die Tourismusseiten von Slowenien bei der Planung sehr weitergeholfen. Es macht mir immer wieder viel Spaß auf die „Jagd“ nach den schönsten Orten und Attraktionen zu gehen, um daraus die perfekte Rundreise zu stricken.

Tourismusseite von Slowenien: https://www.slovenia.info/de

Reiseblog Berichte über Slowenien:
Spontan um die Welt – Slowenien Reisetipps
Individualicious – Roadtrip durch Slowenien
Wanderfolk – Slowenien Reiseberichte
Unter Freunden Blog – Roadtrip Slowenien 
Road Traveller – Slowenien Roadtrip Triglav Nationalpark 
2 unterwegs – Verschiedene Slowenien-Berichte zu Wanderungen mit Kind

Wenn du auch mal eine Rundreise planen möchtest, schau dir gerne meine Tipps in diesem Beitrag an:
7 Schritte für die Reiseplanung – Beispiel Florida-Roadtrip

Reisezeit

Als Reisezeit ist der September wirklich ideal! Nach den Sommerferien sind die Touristenmassen (wenn es die dieses Jahr überhaupt gab) schon abgereist und dennoch könnt ihr noch den Rest des Sommerwetters genießen. In den Bergen hatten wir Riesenglück, da fast nur blauer Himmel und Sonnenschein vorherrschte. Ideal für Wanderungen und tolle Aussichten! An der Adria hatten wir zwar auch regnerische Tage dabei, jedoch immer bei angenehm warmen Temperaturen. Das Meer lädt auch noch zum Baden ein. Nur in Ljubljana merkten wir gegen Ende, dass der Herbst langsam Einzug hält. 

Prinzipiell könnt ihr Slowenien natürlich zu jeder Reisezeit besuchen. Ljubljana geht immer. Am Meer ist es bestimmt in den wärmeren Monaten noch schöner, wenn vermutlich auch voller. In den Bergen sind Frühling und Herbst ideal zum Wandern, im Sommer lässt es sich gut in den kühlen Bergseen erfrischen und der Winter lädt zum Wintersport im Schnee ein.

Buchungen

Durch die Anreise mit dem eigenen Auto musste ich mich diesmal nur um die Buchungen der Übernachtungen kümmern. Da wir uns erst einen Monat vorher für den Urlaub bzw. die Route entschieden haben, war die Auswahl der freien Unterkünfte schon nicht mehr allzu groß und so habe ich direkt gebucht, sobald ich was Passendes gefunden habe. Für die Suche und Buchung habe ich mich wieder vollkommen auf Booking.com verlassen. Wir haben uns für einen Mix aus familiären Pensionen und Hotels entschieden. Slowenien bietet auch zahlreiche ausgefallene Glamping-Unterkünfte (dafür war ich nur zu spät dran) und natürlich auch viele Campingplätze.



Booking.com

 

Weitere Eintritte oder Aktivitäten haben wir erst vor Ort gebucht. Für die Predjama Höhlenburg und die Postojna Tropfsteinhöhle habe ich zwei Tage vorher von unterwegs online ein Kombiticket reserviert.

Anreise

Manch einer mag ja lieber direkt in einem Schwung durchfahren, um schnell ans Urlaubsziel zu gelangen. Das wäre auch bei Slowenien theoretisch möglich (auf jeden Fall, wenn man in Süddeutschland wohnt). Doch mir persönlich sind über 1000 km in einem Rutsch einfach zu viel Strecke auf einmal. So habe ich lieber für unsere An- und Abreise jeweils einen Zwischenstopp in Bayern eingeplant. 

Bei der Anreise haben wir direkt hinter München im Örtchen Sauerlach gestoppt und uns ausgeruht. Das war perfekt, denn so hatten wir den Stau um München am nächsten Tag schon mal hinter uns gelassen. Bei der Weiterfahrt am nächsten Morgen haben wir die Fahrt durch das schöne Österreich richtig genossen und konnten sogar noch kleine Pausen am Faaker See und Wörthersee einlegen. Da kam direkt schon Urlaubsfeeling auf und wir kamen ganz entspannt in Slowenien an. Bei der Rückreise sind wir bis nach Erlangen hinter Nürnberg gekommen und waren auch dort sehr froh über eine Pause. 

Zu beachten gilt, dass ihr für die Durchfahrt durch Österreich Autobahn-Maut und zusätzlich z.T. noch Tunnel-Maut zahlen müsst. Die Vignette haben wir uns in einer Tankstelle in Deutschland vor der Grenze (immer ausgeschildert) gekauft und sie kostet 9,50€ für 10 Tage (weniger Tage gibt es nicht). Die beiden extra Mautstraßen werden direkt vor dem Tunnel bezahlt und haben 7,60€ und 12,70€ (Karawankentunnel) gekostet. Für Hin- und Rückfahrt ist man also schon 86€ los.

Vor Ort

Auch auf den slowenischen Autobahnen gilt Mautpflicht. Eine Vignette haben wir direkt an einer Tankstelle hinter der Grenze erstanden. Sie kostet 30€ für einen Monat. Die Straßen in Slowenien sind prinzipiell gut ausgebaut. In den Bergen solltet ihr euch schon auf recht enge und kurvige Straßen einstellen, zumal Radfahrer meist keinen gesonderten Radweg für sich haben. Der Vršič Bergpass ist gut befahrbar, wenn man enge Serpentinen mag – die mag mein Freund zum Glück sehr gerne. 

Ansonsten findet ihr in Slowenien alles, was man unterwegs braucht – Tankstellen (Sprit ist wesentlich günstiger als in Deutschland), Geldautomaten (die Währung ist auch hier der Euro), Touristinfos, große und kleine Supermärkte, Geschäfte und Restaurants. Alles auf einem mitteleuropäischen Standard (Slowenien zählt nicht zum Ostblock!). Bis auf Benzin, Zigaretten und Wein sind die Preise prinzipiell vergleichbar mit Deutschland. Für euer Reisebudget solltet ihr also genügend Geld für Eintritte, Aktivitäten und Essen im Restaurant einplanen. 

Lokale Küche

Apropos Essen, die lokale Küche Sloweniens ist richtig lecker und tendenziell eher herzhaft. Durch ihre Nachbarländer ist sie inspiriert von der österreichischen, kroatischen und italienischen Küche. Was immer geht sind Ćevapčići, Burger oder Pizza. Am Meer könnt ihr euch fangfrischen Fisch oder Meeresfrüchte schmecken lassen, in den Bergen die frischen Bachforellen.

Seid mutig und bestellt unbedingt auch mal ein paar der lokalen Spezialitäten. Ich kann euch folgendes empfehlen:

  • frische Bachforelle – im Soča-Tal
  • fangfrischen Wolfsbarsch (Brassina) gegrillt oder ganz besonders in Salzkruste – an der Adria
  • Jota (Suppe mit Sauerkraut und Kartoffeln, wahlweise auch mit Wurst) – in den Bergen
  • Ricotta Strukelij (Strudel mit Ricotta-Käse) als Beilage
  • Ljubljanc na obronke (paniertes Schweinefleisch mit Schinken und deftiger Käsesauce) – in Ljubljana
  • lokalen Schinken, Salami und Käse zum Frühstück – in den Bergen
  • Bleder Kremšnita (Cremeschnitte) – in Bled
  • Bovski Krafi (Dessert aus Teigtaschen gefüllt mit Birnen-Walnuss-Püree, mit Butter und Zimt garniert) – in Bovec
  • Garica (nationaler Kuchen, eine Art Strudel aus Quark, Mohn, Apfel und Walnüssen)

Slowenien ist auch für seinen guten Wein bekannt. Neben der von uns besuchten Goriska Brda, die auch als „slowenische Toskana“ bezeichnet wird, gibt es noch weitere Weinanbaugebiete bei Vipava und Maribor. Ein Gläschen Wein beim Restaurantbesuch ist auch kein teures Vergnügen. Wer lieber Bier mag, sollte das Laško Zlatorog Svetlo (hell) oder Temno (dunkel) probieren. Mir hat auch das Union Radler Grapefruit sehr erfrischend gut geschmeckt. 

7 Highlights in Slowenien

  1. Soča – der Gebirgsfluss ist ein Traum aus türkisblau bis smaragdgrün! Sowohl die Wanderung entlang der kleinen und großen Schluchten als auch die abenteuerliche Rafting Tour waren ein absolutes Highlight! 
  2. Škocjan Höhle – so einen unterirdischen Canyon mit rauschendem Fluss in der Tiefe habe ich bisher noch nirgends gesehen! Eine Welt wie aus Herr der Ringe. Lohnenswert ist aber auch die riesige Postojna Tropfsteinhöhle mit Zugfahrt in die Höhle.
  3. Wasserfälle und Klammen ohne Ende – besonders beeindruckend sind die Vintgar Klamm bei Bled, die Tolminer Klammen und der romantische Virje Wasserfall bei Bovec
  4. Bergpanoramen – auch da gab es wieder zahlreiche: vom grünen Berg Vogel am Bohinj See, vom steinigen Berg Kanin bei Bovec oder auf dem Vršičpass
  5. Piran – slowenisch-italienisches Flair an der Adriaküste mit süßen Gassen und einem venezianischen Glockenturm. Am Meer kann man nach den ganzen Wanderungen perfekt entspannen.
  6. Ljubljana – eine kleine Hauptstadt, die es in sich hat! Ein bisschen haben mich die Hausfassaden und Kirchen an Wien oder Salzburg erinnert, entlang dem Fluss Ljublanica perlen sich unzählige Restaurants & Cafés und die geschichtsträchtige Burg thront hoch über der Stadt
  7. Gastfreundschaft – wir wurden immer herzlich empfangen, freundlich bedient und willkommen geheißen

Wem kann ich Slowenien empfehlen?

Allen, …

  • die die Natur lieben und türkisfarbenes, klares Wasser sehen wollen.
  • die gerne in den Bergen wandern, aktiv sind oder Adrenalin suchen.
  • die besondere Naturschauspiele wie Wasserfälle, Klammen und Tropfsteinhöhlen lieben.
  • die am Meer oder See einfach mal entspannen wollen.
  • die gerne Burgen besichtigen und Kultur mögen.
  • die mal die lokale slowenische Küche ausprobieren wollen und ein Gläschen Wein mögen.
  • die viel Abwechslung und kurze Autofahrten wollen. 

    Allen!

Wollt ihr auch mal nach Slowenien fahren? Oder mit mir in Erinnerungen schwelgen?
Dann bleibt dabei, denn es werden noch weitere ausführliche Erlebnisberichte, Fotos, Infos und Tipps zu den einzelnen Stationen unserer Slowenien Rundreise in den nächsten Wochen/Monaten folgen…

Sobald die Einzelberichte fertig sind, verlinke ich sie auch hier.


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