Das Jahr 2020 war für uns alle ein sehr spezielles Jahr. Vieles musste auf der Strecke bleiben – Reisen, Veranstaltungen oder Treffen mit Freunden. Doch eins ist für uns Blogger und euch Leser geblieben, denn auch im Corona Jahr 2020 findet wieder die traditionelle Fotoparade von Michael von ErkundeDieWelt – Fotoparade 2020 statt! Nach meiner längeren Blogpause im letzten halben Jahr freue ich mich jetzt umso mehr, mit dieser Fotoparade wieder starten zu können.

Alles ist dieses Jahr etwas anders, so auch die Fotoparade. Diesmal gibt es nur für die Motivwahl nur einige freiwillige Kategorien und der Fotowettbewerb um das schönste Foto entfällt. Der Fokus soll vielmehr auf einen persönlichen Rückblick auf das „Corona-Jahr“ liegen. Daher habe ich mich zusätzlich noch für mehr Bilder aus dem eigenen Garten entschieden – ganz gemäß dem Corona-Motto #Wir bleiben Zuhause.

#Kalt
#Heiß *

#Monochrom
#Weite
#Heimat
#Abgedreht
#Maskiert
#Wir bleiben Zuhause *
#Blumen *
#Insekten *
#Vögel *
#Lieblingsbilder *
#Guten Rutsch *

Die mit *Sternchen gekennzeichneten Bilder sind meine eigenen Kategorieren. Dieses Jahr musste es einfach mal mehr sein.


Meine schönsten Fotos aus 2020

An dieser Stelle schreibe ich einleitend eigentlich immer, dass ich viel unterwegs war…. dieses Jahr jedoch NICHT! 🙁 Meine Ausflüge und Reisen kann ich gerade mal an einer Hand abzählen. Anfang des Jahres habe ich zum Glück noch ein paar Musicals besucht. Doch seit Mitte März bleiben alle Lichter in den Theatern dunkel und Dutzende gebuchte Veranstaltungen wurden auf nächstes Jahr verschoben – eine sehr traurige Situation für alle Fans und Künstler. Ungewöhnlich war auch, dass ich weder eine lange Urlaubsreise angetreten noch ausländischen Boden überhaupt betreten habe. Unsere geplante Reise ins winterliche Finnisch-Lappland ist leider dem ersten Lockdown zum Opfer gefallen. Stattdessen habe ich sehr viel Zeit daheim im Home Office verbracht.

Ein paar wenige Ausflüge und Kurzreisen innerhalb Deutschlands waren immerhin möglich – Musicalwochenenden in Hamburg & Stuttgart noch vor dem Lockdown, eine abenteuerliche Heißluftballon-Fahrt im Bergischen Land, ein sonniges Kanu-Wochenende auf der Mosel und ein erholsamer Kurzurlaub von 5 Tagen im Hochschwarzwald im Herbst. So haben wir eine neue Region in Deutschland entdeckt, die uns mit seiner grünen Natur und den zahlreichen Wasserfällen sehr begeistert hat.

2020 war keineswegs nur schlecht, denn in diesem Jahr haben wir uns unseren Traum vom eigenen Haus erfüllt. 🙂 Kurz vor dem ersten Lockdown haben wir schon die Schlüssel für unser neues Heim in den Händen gehalten und waren ab diesen Zeitpunkt monatelang mit Planung und Renovierung schwer beschäftigt gewesen. Ehrlich gesagt haben wir so gar nicht viel vom Corona-Blues mitbekommen und konnten die Zeit der Einschränkungen daheim optimal nutzen. Für Reisen und sonstige Freizeitaktivitäten wäre eh kaum Zeit geblieben, nicht mal mehr zum Bloggen… Das war also der perfekte Zeitpunkt! Seit Mitte Oktober wohnen wir nun schon in unserem frisch renovierten Zuhause in Düsseldorf und fühlen uns pudelwohl.

Freut euch nun auf einige schöne Bilder aus der Heimat. Alle Fotos könnt ihr durch Anklicken auch vergrößern. Viel Spaß!


#Kalt

Ende September brauchten wir dringend einen echten „Tapetenwechsel“ von unserer anstrengenden Hausrenovierung und haben uns mitten im Endspurt vor dem Umzug ein paar Tage Ruhe im Hochschwarzwald gegönnt. 5 Tage lang haben wir unsere Auszeit in Todtnauberg und Umgebung genossen. Unweit von unserer Unterkunft lag einer der höchsten Wasserfälle des Schwarzwalds – der Todtnauer Wasserfall (siehe Foto 1) stürzt über fünf Stufen hinab ins Tal, wobei die vorletzte Stufe mit 60 Metern seine tiefste ist. Der kleinere Menzenschwander Wasserfall (siehe Foto 2) ist nicht minder schön, denn das enge Tal wirkt geradezu märchenhaft verwunschen. So beeindruckende Wasserfälle hätte ich in Deutschland ehrlich gesagt gar nicht erwartet. Auch wenn es gerade erst Herbst war, haben wir im Hochschwarzwald einen echten Kälteeinbruch erlebt, auf über 1000m Höhe gab es hier sogar den ersten Schnee des Jahres.

#Heiß

Im Juli haben wir noch ordentlich geschwitzt. Ausgerechnet das heißeste Wochenende des Jahres mit Temperaturen bis zu 37°C hatten wir uns ausgesucht, um auf der Mosel zu paddeln. Auf dem Wasser war die Hitze immerhin besser verträglich und zur Abkühlung konnte man schnell mal die Füße ins kalte Nass baumeln lassen. Solch eine Kanutour mit Zelten steht bei uns im Freundeskreis fast jedes Jahr auf dem Plan und zum Glück hat es auch dieses Jahr geklappt. Auf dem Foto paddeln wir gerade an Cochem vorbei, wo hoch oben die mitteralterliche Burg thront.

#Monochrom

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum der Schwarzwald Schwarzwald heißt? Vielleicht kann dieses „monochrome“ Foto ja eine Erklärung geben. 😉 Tatsächlich haben wohl die Römer diesem Gebiet dem Namen „silva nigra“ (lateinisch für „schwarzer Wald“) vergeben, denn aus der Ferne der Alpen blickten sie auf eine große, dunkle und unheimliche Waldfläche. Unheimlich fanden wir es dort ganz und gar nicht, doch leider hatten wir viel Regen und konnten so nur kurze Wanderungen unternehmen. Umso schöner war dann der Augenblick, wenn sich der regnerische Nebel für einen kurzen Augenblick über den Wäldern gelichtet hat.

#Weite

Eine besondere Weite konnte ich dieses Jahr aus dem Korb eines Heißluftballons erleben. Nach 2 Jahren Wartezeit mit vielen kurzfristigen Absagen konnten meine Freunde und ich im Juni bei besten Wetterbedingungen endlich unser Abenteuer Ballonfahrt starten. Noch vor Sonnenuntergang mussten wir tatkräftig beim Aufbau des Ballons helfen, bevor wir in die Luft hinaufgestiegen sind. Aus luftiger Höhe bis zu 1000 Metern konnten wir die Landschaft des Bergischen Lands und die ersten aufgehenden Sonnenstrahlen genießen. Wahnsinnig schön! Da habe ich glatt meine Höhenangst vergessen. Der Ballon fährt mit dem Wind und so spürt man kaum einen Luftzug, so fühlt sich also Schweben an. Seid ihr auch schon mal Ballon gefahren?

#Heimat

Seit 7 Jahren lebe ich und seit 20 Jahren arbeite ich als gebürtige Duisburgerin nun schon in Düsseldorf am Rhein. Jetzt sind wir hier endgültig sesshaft geworden. 🙂 Von unserer schnuckeligen Mietswohnung in Wersten mussten wir uns aber verabschieden. Von der kleinen Balkonloggia habe ich noch einmal diese schöne Morgenröte zum Sonnenaufgang fotografisch einfangen können. Schönheit ohne Filter!

#Abgedreht

Völlig „abgedreht“ war dieses Jahr definitiv unsere Haus-Renovierung. 7 Monate lang haben wir erst jedes Wochenende und ab Sommer auch jeden Feierabend investiert, um unser Häuschen aus den 70er Jahren auf Vordermann zu bringen. Von der Planung bis zur Umsetzung haben wir mit Hilfe der Familie alles selbst in die Hand genommen. Handwerklich gesehen hatte ich bis dato eher zwei linke Hände, aber in dieser Zeit konnte ich allerhand dazulernen – wie Steckdosen eingipsen und anschließen, Rigipsdecken und Eckleisten verspachteln, Wände glätten und grundieren, Laminat und Fliesen verlegen, tapezieren und streichen. Die Tapetenrollen zuschneiden – wie auf dem Foto – hat schon langsam das Ende der Renovierungszeit eingeläutet. Auch wenn es körperlich oft anstrengend war, haben wir den Spaß an der Sache nie verloren und sind nun umso stolzer auf unsere eigene Leistung.

#Maskiert

Die Maske ist wohl DAS Markenzeichen des Jahres. Immer hat man sie dabei, ob zum Einkaufen oder auf der Arbeit. Auf der Arbeit war ich dieses Jahr allerdings verhältnismäßig wenig. Beim ersten Lockdown habe ich 3 Monate komplett aus dem Home Office gearbeitet. Ab Sommer kehrte mit 2-3x die Woche vor Ort wieder mehr Normalität zurück, bevor im November die Anwesenheit im Labor wieder auf 50% beschränkt wurde. Während ich die persönlichen Gespräche und das soziale Miteinander mit den Kollegen schon ziemlich vermisse, hat mir das Home Office dennoch gut gefallen – zumal wir schneller wieder zu unserer Baustelle fahren konnten. Dort haben wir meistens auch FFP2 Masken getragen – jedoch nicht als Virenschutz, sondern um den feinen Baustaub oder die Farbpigmente nicht einzuatmen. Wie hier auf dem Bild, wo ich in Vollmontur gerade weiße Farbe an unsere Schlafzimmerwand sprühe.

#Wir bleiben Zuhause

Getreu dem Corona Motto haben wir die allermeiste Zeit des Jahres wirklich zu Hause verbracht.  Wir sind ab jetzt nicht nur stolze Hausbesitzer, sondern freuen uns auch über einen eigenen Garten. Während der Baustellenzeit war der Garten quasi unser einziges Refugium, wo wir uns erholen und lecker essen oder grillen konnten. Auf dem Foto stoßen wir gerade auf einen erfolgreichen Renovierungstag an – dreckig und glücklich. Über Gartenarbeit müssen wir sicherlich noch einiges lernen, aber die bunten Blumen und tierischen Gartenbewohner haben wir schon von Anfang an ins Herz geschlossen. Daher dürfen diese in meinem Fotoparade Rückblick für dieses Jahr nicht fehlen…

#Blumen

Unser Garten ist zur Zeit noch sehr „naturnah“ mit vielen Bäumchen, Sträuchern, Stauden und…. ach ja, Unkraut. 😉 Im ersten Jahr war jeder Monat eine Überraschung, was als nächstes anfängt zu blühen. Ohne viel Arbeit konnten wir bereits Johannisbeeren, Pflaumen, Feigen, Weintrauben und Birnen ernten. Im Frühling blühte fast in jeder Ecke ein Fliederstrauch und versprühte seinen einzigartigen Duft. Und bei meinem blumigen Namen darf natürlich auch die Iris nicht fehlen.

# Insekten

Wo es grünt und blüht, summt und brummt es auch viel. Als Bienenfreunde hatten wir schon für unserem Balkon ein Bienenhotel eröffnet, wo im Frühjahr buntes Treiben um die besten Brutplätze herrschte. Die neuen Bienchen werden dann nächstes Jahr in unserem Garten schlüpfen. Außerdem ist mir eine besondere Nahaufnahme einer Libelle in unserem Garten gelungen. Das Gesicht sieht schon ziemlich gruselig aus, nicht wahr?

#Vögel

Die gefiederten Gartenbewohner sind mir dieses Jahr besonders ans Herz gewachsen und sie zu beobachten ist immer eine willkommene Abwechslung daheim. Schon bevor wir mit der Renovierungsarbeit gestartet sind, ist ein Blaumeisen-Paar in unseren Nistkasten im Pflaumenbaum eingezogen und hat für süßen Nachwuchs gesorgt. Im November haben wir ein hübsches Vogelhäuschen auf die Wiese gestellt, um den Vögelchen leckere Körner, Haferflocken und Meisenknödel anzubieten. Es wird auch begeistert angenommen. Inzwischen konnten wir schon 17 verschiedene Vogelarten beobachten, darunter sind nicht nur die bekannten Singvögel… In Düsseldorf lebt eine (oder inzwischen mehrere) Kolonien von grünen Halsbandsittichen. Die Papageien gelten hier inzwischen schon als heimisch, dennoch wirkt der Papagei am Vogelhaus wie ein exotischer Besuch. Ein Hauch von Urlaubsfeeling. 😉

#Lieblingsfotos

Zu guter Letzt möchte ich euch meine beiden Lieblingsfotos von meinen Lieblingen aus dem heimischen Garten zeigen. Unter den vielen Vögeln ist „unser“ Rotkehlchen “ besonders zutraulich. Ohne Scheu hält es sich oft in unseren Nähe auf und erkundet sofort jeden neuen Gegenstand im Garten – egal ob Gartenstuhl, Vogelbad oder Grill (zum Glück nur im kalten Zustand). Auf dem Foto seht ihr Ronja (so hab ich es getauft) gerade bei einer Ruhepause im schattigen Gestrüpp an einem heißen Sommertag. Sehr fotogen und niedlich!

Achtung Zuckeralarm! Im Garten oder den naheliegenden Bäumen huschen oft zwei einheimische Eichhörnchen über Zaun und Äste. Im Winter legen wir nun abundzu ein paar Nüsse für die possierlichen Kletterkünstler aus, die auch prompt entdeckt wurden. Hier trägt das kleine Eichhörnchen ganz stolz eine große Walnuss über den Zaun. Über diesen tollen Schnappschuss bin ich besonders glücklich.

# Guten Rutsch

Zum Schluss möchte ich euch nochmal ein Foto aus dem Schwarzwald zeigen. Auf dem kleinen rutschigen Pfad zum/über den Fahler Wasserfall sind wir inmitten der grünen Natur gewandert. Natur und neue Erlebnisse sind einfach Erholung für die Seele. Ich hoffe sehr, dass das nächste Jahr für uns alle besser wird und wir wieder mehr reisen und besondere Momente erleben können!
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und bleibt gesund!

 


Das war meine Fotoparade 2020. Ich hoffe, euch haben meine Fotos und Texte gefallen!? Hinterlasst gerne euer Feedback in den Kommentaren, was euch am besten gefällt. 🙂
Ganz lieben Dank auch für eure Treue!

Meine Beiträge zur Fotoparade aus den letzten Jahren findet ihr übrigens hier:
Fotoparade 2019 – meine schönsten Bilder aus Peru, Bolivien & Chile
Fotoparade 2/2018 – Meine schönsten Fotos aus Südafrika
Fotoparade 1-2018 – Meine schönsten Fotos aus dem 1.Halbjahr

Außerdem möchte ich euch noch darauf hinweisen, dass ihr alle Beiträge von meinen Blogger-Kollegen hier finden könnt: Beiträge zur Fotoparade 2020
Ich werde auch noch durch die vielen spannenden Beiträge stöbern und bei Gelegenheit hier noch einige interessante Artikel verlinken…

Update: Hier kommen ein paar Links zu ein paar interessanten und bildschönen Fotoparade-Beiträgen meiner Blogger-Kollegen:

Jennifer von Jennifer Alka Photography
Sabrina von Smiles from Abroad
Renate von Trippics
Liane von Die Reise Eule
Lisa von Imprint my travel

Vielen Dank auch noch an Michael für das Aufrechterhalten der Fotoparade! Schaut euch gerne mal seinen Blog an: www.erkunde-die-welt.de !


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