Hotspots:

  • Sagres
    • Fortaleza de Sagres
    • Ausblick von der Ponta de Sagres
    • Praia da Mareta
  • Cabo de São Vicente
    • Ausblick vom südwestlichsten Kap von Europa
    • Leuchtturm
  • Praia da Rocha – Strandspaziergang

Tag 6 – Bis ans Ende der Welt nach Sagres und Cabo de São Vicente

Die Sonne begrüßt uns mit 22°C und wir genießen den Sonnenschein am Vormittag noch auf unserer Terrasse. Gegen Mittag starten wir dann einen weiteren spannenden Ausflugstag, der uns bis ans Ende der Welt führen wird…

Auf geht es Richtung Westen zum abgelegenen Örtchen Sagres, das wir in etwa 1 Stunde Autofahrt erreichen. Unterwegs merken wir schon, dass „das Ende naht“, denn die Vegetation wird immer geringer und bald wächst nur noch bodennahes Gestrüpp um uns herum. Wir parken vor der Festung von Sagres und genießen erst einmal den tollen Ausblick auf das Meer, soweit der starke Wind es zulässt.

 

Die Fortaleza de Sagres ist eine große Festungsanlage, die sich malerisch auf dem Felsplateau Ponta de Sagres befindet. Das Fort ist ein portugiesisches Nationaldenkmal und wurde im 15.Jahrhundert von Heinrich dem Seefahrer erbaut. Der Legende nach hat der Infante hier eine Nautikschule für Seefahrer errichtet und damit den Grundstein für die portugiesischen Entdeckungsfahrten gelegt.

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In der Fortaleza de Sagres

Heute sind auf dem sehr weitläufigen Gelände vom Festungsbau nur die Ummauerung, der Zisternenturm, ehemalige Wohngebäude und die alte Kirche erhalten. Eine Besonderheit ist die große Windrose im Innenhof der Anlage mit einem Durchmesser von 43 Metern.

Info: Die Fortaleza hat täglich von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr (Oktober bis April) und von 9.30 Uhr bis 20 Uhr (Mai bis September geöffnet). Der Eintritt beträgt 3 €. An unserem Besuchtags hatten wir Glück, dass der Zugang sogar kostenlos war.
Adresse: Rua da Fortaleza, 8650-360 Sagres
https://www.visitportugal.com/de/content/fortaleza-de-sagres

 

Das Gebiet der Ponta de Sagres steht unter Naturschutz und das größte Highlight ist sicherlich der einmalige Ausblick von den westlichen Klippen auf den Atlantik und das Kap am Ende der WeltCabo São Vicente. Ein Leuchtturm markiert den südwestlichsten Punkt Europas.

Cabo Sao Vicente-1200x900
Blick zum Cabo Sao Vicente

Hier ist das Meer besonders wild und ungestüm. Wir blicken eine ganze Weile auf die tosenden Wellen, die sich  immer wieder wild überschlagen oder mit aller Naturgewalt gegen die Klippen donnern, so dass die Gischt meterhoch spritzt. Ein wahres Naturspektakel, von dem wir nicht genug bekommen können!

 

 

Die Fahrt geht weiter… an den gegenüberliegenden Steilküste legen wir noch einen kurzen Autostopp ein, um erneut die Kraft der Wellen zu bewundern. Die Klippen sind hier etwa 70 Meter hoch und einige Wellen spritzen dennoch bis zur oberen Kante hoch, Wahnsinn!

Wellen vor den Klippen der Algarve-900x1200
Die Kraft der Wellen an der Algarve

 

Und dann schaffen wir es endlich gemeinsam bis zum Ende der Welt… na ja, eigentlich nur bis zum Ende von Europa, aber das wussten die damaligen Seefahrer ja noch nicht. 😉 Am Cabo São Vicente befindet sich eine kleine, nett angelegte Anlage mit Museum, Café, „Ende der Welt“-Souvenirladen und dem roten Leuchtturm. Über die Mauer bietet sich ein wundervoller Panoramaausblick auf die schroffe Westküste Portugals.

 

Klippen der Westküste-1200x900
Schroffe Klippen der Westküste Portugals

 

Wir möchten noch gerne den Leuchtturm besichtigen, aber das ist gar nicht so leicht wie gedacht. Es gibt keinen offiziellen Eingang und die Mitarbeiter vom Museum wissen gar nichts davon, dass man den Leuchtturm überhaupt besichtigen kann, komisch… Doch durch Zufall stoßen wir schließlich auf den Leuchtturmwärter persönlich. „Ja klar, kein Problem“, er will uns gerne den Leuchtturm zeigen. Und so kommen wir noch mit zwei anderen Damen in den Genuss einer fast exklusiven Führung.

Tipp: Haltet die Augen auf nach dem Leuchtturmwärter im hellblauen Shirt und behaltet die Tür zum Leuchtturm, auf der „Staff only“ steht, gut im Blick. Zumindest unser Wärter hat uns freundlicherweise eine kleine kostenlose Führung gegeben. Und die solltet ihr nicht verpassen, also nicht zu früh aufgeben! Ein Trinkgeld ist natürlich willkommen.

 

Der 28m hohe Leuchtturm Faro Cabo São Vicente stammt aus dem Jahre 1908, ist sehr gut erhalten und immer noch in Betrieb. Vorbei am Schreibtisch des Leuchtturmwärters führt eine enge Wendeltreppe hinauf. Schwarz-weiß gekachelter Boden, Holzvertäfelungen, grüne Stahlträger und kupferfarbene Gasflaschen (noch aus Tagen ohne Elektrizität) zieren die Etage unterhalb des Scheinwerfers. Es sieht total hübsch und nostalgisch aus!

 

 

Ganz oben ist der große optische Kristall das Schmuckstück des Leuchtturms. Nur eine nahezu winzige 1000 Watt Lampe erzeugt das Licht, dass durch den drehenden Kristall um ein Vielfaches verstärkt wird. Der Lichtkegel strahlt 32 Seemeilen (etwa 60 km) weit über den Atlantik und ist damit einer der lichtstärksten Leuchttürme Europas. Es ist total faszinierend neben den kreisenden Kristall-Scheinwerfer zu stehen (Achtung Kopf!), in dem wir aus jeder Perspektive die optisch vergrößerte Glühbirne erkennen können. Bereitwillig beantwortet uns der Wärter noch all unsere Fragen, es ist echt interessant. Der Besuch ist auf jeden Fall absolut lohnenswert!!

 

Im Leuchtturm-1200x900
Dieser Kristall-Scheinwerfer im Leuchtturm ist total faszinierend!

 

Wir verzichten auf die Imbissbuden und die „letzte Currywurst vor Amerika“ am Kap und kehren lieber in Sagres noch in eine gemütliche Beach Bar ein. Diese liegt nicht weit vom Strand Praia da Mareta, wo sich sehr viele Surfer tummeln. Von den Felsen schauen wir gespannt den Wellenreitern und den spritzenden Wellen zu, einfach toll!

 

 

Zurück in Praia da Rocha genießen wir wieder ein leckeres Abendessen, Rotwein und diesen schönen Meerblick in der Abenddämmerung.

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Abenddämmerung über Praia da Rocha

Tag 7 – Relaxter Strandspaziergang in Praia da Rocha

Zum Urlaubsende wir bei schönstem Sonnenschein noch einen Relaxtag im Hotel ein. Wir chillen auf unsere Terrasse und später in der Gartenanlage. Einfach mal die Seele baumeln lassen muss auch mal sein. 🙂

Mittags haben wir noch einen schönen Strandspaziergang in Praia da Rocha unternommen. Barfuss durch den goldenen Sand laufen und den kräftigen Wind vom Atlantik zu spüren ist mindestens genauso erholsam. Aber wehe die Füsse kommen ins kühle Nass… uuh, das Meer ist im April noch verdammt kalt!! Der Strand ist superschön, vor allem in östlicher Richtung, wo viele Felsen den Strandabschnitt säumen. Felsbögen und Höhlen laden zum Entdecken und Fotografieren ein. Daher zeige ich euch zum Abschluss noch ein paar tolle Strandfotos.

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Der weite Strand von Praia da Rocha

 

 

 

 

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Verträumter Strandspaziergang in Praia da Rocha

Tag 8 – Heimflug

Die Heimreise beginnt leider nicht so entspannend wie der letzte Urlaubstag, da wir schon um 4 Uhr, also noch mitten in der Nacht,  am Hotel abgeholt werden. Da ist schon fast die ganze Erholung wieder futsch… aber um 7.10 Uhr geht nun mal der einzige Flug in Richtung Heimat. Gegen 11 Uhr sind wir auch schon wieder zurück in Deutschland und können zu Hause nochmal entspannt an die schöne Zeit in Portugal zurückdenken.

Das war unsere kurze, aber erholsame und erlebnisreiche Urlaubswoche im April an der Algarve. Hoffe euch haben meine Berichte gefallen und Lust auf Meer gemacht!? Ward ihr auch schon mal dort? Wie hat es euch gefallen?


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Vorheriger Artikel: Algarve #2 – Wundervolle Küsten bei Carvoeiro, Falésia und Lagos